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Zeit für Entspannung

Schon mit kleinen Investitionen lässt sich ein bisschen Wellness-Feeling ins heimische Badezimmer bringen. Wer mehr will, braucht Platz und Mittel.

Text — Thomas Bürgisser

 

Während der Alltag von Stress geprägt ist, suchen viele in ihrer Freizeit vor allem nach Erholung. Kein Wunder, werden Wellness-Angebote immer beliebter. Und hat man das Wellness-Bad gleich zuhause, lässt sich besonders gut entspannen. Nur: Das alte, bestehende Badezimmer entspricht oft so gar nicht dem Bild einer Wellness-Einrichtung. Manchmal braucht es aber gar nicht viel Veränderung; schon mit kleinen, geschickten Eingriffen kommt zumindest ein wenig Wellness-Feeling ins Badezimmer.

Der Klassiker ist die wohltuende Regendusche, unter der man sich inmitten eines warmen Sommerregens fühlt. Fast jede beliebige Dusche lässt sich mit einer entsprechenden Brause nachrüsten, sofern Wasserdruck wie auch Wasserabfluss genügend gross sind. Einige Anbieter sorgen mit in der Brause integrierter LED-Beleuchtung oder Lautsprechern mit sanfter Musik für zusätzliche Entspannung.

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Wellness im eigenen Badezimmer: Ein Infrarot-Paneel sorgt in der Dusche oder gleich im Dampfbad für entspannte Stunde mit Tiefenwärme, während eine grosse Badewanne zum Abtauchen und Geniessen einlädt.

 

DEZENTE FARBEN SORGEN FÜR STIMMUNG

Allgemein spielt die richtige Atmosphäre eine nicht zu unterschätzende Rolle im Wellness-Bad. Hier hilft eine LED-Beleuchtung nicht nur unter der Dusche, sondern im ganzen Badezimmer. Die günstigste Variante sind selber verklebbare LED-Bänder – unbedingt auf Anwendungshinweise bei Feuchtigkeit achten. Diese sorgen clever verlegt für indirekte Beleuchtung in den verschiedensten Farben. Wichtig ist, dass die Beleuchtung nicht zu hell und mehrheitlich warmweiss ist. Einzig vor dem Spiegel sollte bei Bedarf helleres Licht möglich sein.

Auch mit einem neuen Wandanstrich oder trendigen Accessoires lässt sich eine entspannte Atmosphäre schaffen. Hier empfehlen sich als Grundfarben vor allem helle, sanfte Töne wie etwa Grau oder Cremeweiss für Wände oder den Boden. Diese sorgen erst noch dafür, dass kleine Badezimmer grösser erscheinen. Einzelne Farbakzente lassen sich mit Textilien oder Badezimmermöbeln setzten. Diese kann man auch einfacher wieder einmal auswechseln, sollte einem mit der Zeit die Lust auf die gewählte Farbe vergehen. Übrigens: Auch Naturelemente wie Holz oder Stein animieren zum Durchatmen, zum Beispiel in Form von Dekoelementen. Und natürlich dürfen Kerzen in einem Wellness- Bad auf keinen Fall fehlen.

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TIPP

AUCH AM STILLEN ÖRTCHEN LÄSST SICHS GENIESSEN

Auch die Toilette trägt einen wesentlichen Teil zum Entspannen im Badezimmer bei. Das Wichtigste dabei ist, dass der WC-Sitz passt – da ist durchaus Probesitzen vor dem Neukauf angebracht. Natürlich mit hochgezogenen Hosen. Für ein besonderes Reinheitsgefühl sorgen ausserdem Dusch-WCs. Das Reinigen mit Wasser anstatt Papier ist allgemein im Trend. Dabei ist das Wasser natürlich temperiert, die Intensität des Wasserstrahls lässt sich selber einstellen. Einige Modelle verfügen sogar über Massageduschen. Und einen Warmluftföhn für danach.

SPRUDEL GEGEN MÜDE MUSKELN

Wer noch mehr Wohlbefinden und Wellness möchte, muss oft etwas Geld in die Hand nehmen – und Platz haben. Am einfachsten ist noch das Auswechseln des Waschbeckens oder der Armatur: Während der romantische Look mit 2-Griff-Armatur für einen lieblichen Look sorgt, bringen Armaturen mit Digital-Bedienungen modernste Technik ins Wellness-Badezimmer. Etwas mehr Platz bräuchte dann schon die freistehende Badewanne für entspannte Stunden. Vielleicht sogar mit Massagedüsen, die müden Muskeln neues Leben einhauchen. Natürlich lässt sich auch einfach eine Whirlpoolmatte in die Badewanne legen, ganz den gleichen Effekt wie bei einem richtigen Whirlpool erreicht man damit aber kaum. Wer lieber duscht als badet, könnte die bestehende Dusche durch eine neue, lichtdurchflutete ersetzen; Glaswände sorgen für eine weite Optik, ein bodenebener Zugang und versteckter Abfluss für fliessende Übergänge.

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Kleine oder grosse Veränderung? Während eine neue Armatur – wie etwa eine Regendusche – schnell installiert ist, benötigt eine grosse, freistehende Badewanne genügend Platz.

 

GRUNDRISS VERÄNDERN

Wer genügend Raum frei hat, verleiht seinem Wellness-Badezimmer mit einer Sauna oder einem Dampfbad den letzten Schliff. Vielleicht lässt sich sogar ein an das Badezimmer angrenzender Raum mit in die Planung einbeziehen? Früher oft im Hobbyraum – vielleicht sogar im Keller – untergebracht, sind Dampfbad wie Sauna direkt im oder beim Badezimmer natürlich wesentlich besser aufgehoben. Als Alternative bietet sich eine Kompaktsauna für ein bis zwei Personen an. Oder Kombinationen: Wieso nicht eine Dampfdusche, die wahlweise als Dampfbad oder Dusche genutzt werden kann? Man gönnt sich ja sonst nichts.