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So kinderleicht geht Energiesparen

Ob Alt- oder Neubau: Wer einige Tipps beachtet, spart Geld und schont die Umwelt

Text — Raphael Hegglin

TV UND COMPUTER

  • Neuere Fernseher haben eine Energiesparfunktion: Prüfen Sie im Menü, ob dazu der Helligkeitssensor aktiviert ist.
  • Wenn möglich Notebook wählen: Es benötigt bis zu zwei Drittel weniger Strom als ein PC.
  • Aktivieren Sie am PC/Laptop den Bildschirmschoner, damit sich dieser bei Nichtgebrauch einschaltet.

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BELEUCHTUNG

  • Nur so viel Licht wie notwendig erzeugen.
  • Halogenlampen durch LED ersetzen, sie benötigen rund 90 Prozent weniger Strom.
  • Mit Dimmern lässt sich die Lichtmenge an den Bedarf anpassen – es wird nur so viel Strom wie nötig verbraucht.
  • Licht immer ausschalten, wenn es nicht benötigt wird. Im Flur oder in der Garage helfen Präsenz- und Bewegungsmelder.

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KÜHLEN

  • Bei einem Kühlschrank reicht eine Temperatur von 5° bis 7° C, bei einem Tiefkühler reichen -18° C.
  • Die Lüftungsschlitze von Tiefkühler und Kühlschrank sollten frei sein. Regelmässiges Absaugen mit dem Staubsauger ist empfehlenswert.
  • Warme Speisen zuerst ausserhalb des Kühlgeräts auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Reinigen Sie Kühlgeräte in abgetautem Zustand regelmässig, jeder Zentimeter Eisschicht erhöht den Energieverbrauch um 6 Prozent.

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STANDBY-VERBRAUCH REDUZIEREN

  • Fernseher und andere Geräte ganz ausschalten und nicht nur mittels Fernbedienung.
  • Während der Ferien und längerer Abwesenheit Stecker ziehen.
  • Elektronische Abschalthilfen verwenden.
  • Die einfachste und günstigste Variante ist eine Stromleiste mit Ein/ Aus-Schalter.

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KOCHEN UND BACKEN

  • Mit doppelwandigen Isolierpfannen reduziert sich der Energieverbrauch um bis zu 60 Prozent.
  • Wenn immer möglich Deckel auf die Pfanne setzen. Der Energieverbrauch nimmt dadurch um ca. 40 Prozent ab.
  • Die Grösse der Herdplatte und der Pfanne sollte übereinstimmen. Der Wasserkocher ist effizienter als die Pfanne: Wasser für Pasta und Co. darin aufkochen.
  • Der Backofen kann einige Minuten vor Backende ausgeschaltet werden – die Wärme bleibt für diese Zeit erhalten.

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GESCHIRRSPÜLEN

  • Spülmaschinen sollte man nur vollgefüllt laufen lassen. Für Kleinhaushalte empfehlen sich daher kompakte Geräte.
  • Das Geschirr vorzuspülen, ist bei modernen Spülmaschinen nicht notwendig; das verbraucht nur unnötig Energie.
  • Der Geschirrtrocknungsmodus ist oft überflüssig. Wer das Geschirr nicht sofort wieder einräumen muss, öffnet nach dem Spülen die Maschine und lässt das Geschirr an der Luft trocknen.
  • Reinigen Sie das Restsieb zweimal monatlich. Das ist nicht nur gut für die Hygiene, eine Waschmaschine benötigt dadurch auch weniger Strom.

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WASCHEN UND TROCKNEN

  • Nutzen Sie wenn immer möglich das Fassungsvermögen Ihrer Waschmaschine aus.
  • Nutzen sie das Zusatzprogramm «Vorwasche » nur, wenn die Wäsche stark verschmutzt ist – ansonsten ist dieses überflüssig.
  • Mit speziellen Waschmitteln lässt sich die Waschtemperatur senken. Wäsche wird dann auch bei 30° C sauber.
  • Wäsche sollte mit möglichst hoher Umdrehzahl trockengeschleudert werden.
  • Trocknen Sie Ihre Wäsche bei gutem Wetter im Freien. Das spart nicht nur Energie: Die UV-Strahlen der Sonne töten zudem Bakterien ab.
  • Füllen Sie den Tumbler immer vollständig und reinigen Sie den Luftfilter nach jedem Trocknen.

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WARMWASSER

  • Boilertemperatur auf 55° C bis maximal 60° C einstellen. Temperaturen darunter sind auch möglich und reduzieren vor allem bei Wärmepumpen den Energieverbrauch spürbar. Bei Temperaturen unter 60° C ist eine automatische Legionellenschaltung empfehlenswert. Diese erhitzt das Warmwasser im Boiler z.B. wöchentlich auf 60° C, was Legionellen abtötet.
  • Entkalken Sie den Boiler regelmässig und schalten sie ihn bei längerer Abwesenheit aus.
  • Duschen statt Baden verbraucht 4- bis 5-mal weniger Warmwasser.

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HEIZEN

  • Vor dem Winter die Heizung entlüften: Luft in den Rohren ist ein Energiefresser.
  • Temperatur für jedes Zimmer individuell einstellen. Als Richtwerte gelten: Schlafzimmer 16° - 18° C, Küche 18° - 20° C, Kinderzimmer 20°, Wohnzimmer 20° - 22° C, Bad 21° - 23° C.
  • Senken Sie die Raumtemperatur bei mehrtägiger Abwesenheit und in nicht genutzten Räumen, indem Sie das Thermostatventil auf die Position * (Stern) einstellen.
  • Wenn Sie die Heizung im Frühling abschalten, dann schalten Sie auch die Umwälzpumpe ab.
  • Heizungskörper sollten frei stehen, vermeiden Sie, dass sie von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden.
  • Fenster und Türen sollten regelmässig auf ihre Dichtheit überprüft werden. Eventuell sind die Dichtungen zu ersetzen.
  • Im Winter sollte man täglich stosslüften, Kippfenster hingegen nicht verwenden. Diese sorgen kaum für Luftaustausch, durch sie gehen aber grosse Mengen an Wärme verloren. Wer ein Cheminée oder einen Schwedenofen besitzt, sollte die Klappen nach Gebrauch immer verschliessen.

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