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Schallschutz Fenster

Alte Fenster sind nicht nur energetisch ein Schwachpunkt: Durch sie gelangt viel Lärm in ein Haus.

Text — Raphael Hegglin

 

Die Schweizer Bevölkerung ist in den letzten 40 Jahren um mehr als ein Drittel gewachsen – gleichermassen haben Mobilität und Verkehrslärm zugenommen. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GFS Zürich im Jahr 2017 empfinden fast 50 % der Schweizer Bevölkerung die Lärmbelastung als hoch bis sehr hoch. Am meisten stört Lärm in den eigenen vier Wänden. Hier sollte man Ruhe haben und nachts gut schlafen. Und neu dazu gekommen ist die Arbeit im Homeoffice: Oft merkt man erst tagsüber, unter der Woche, wie laut Strassenverkehr sein kann.

INFO

LÄRM UND GESUNDHEIT

Untersuchungen zeigen: Lärm stresst den menschlichen Körper, dieser schüttet darauf Stresshormone wie Adrenalin und Cortison aus. Dies wiederum erhöht den Puls, den Blutdruck und die Atemfrequenz. Laut Bundesamt für Umwelt BAFU wird der Schlaf bereits ab einer Lärmbelastung von 40 bis 50 dB gestört und man wacht dadurch häufiger auf. Idealerweise sollte der Lärmpegel in einem Schlafzimmer nicht über 30 dB steigen. Ansonsten ist man tagsüber ist oft schläfrig und müde, längerfristig sinkt die Leistungsfähigkeit spürbar. Im schlimmsten Fall führt über längere Zeit einwirkender Lärm zu Konzentrationsstörungen, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Krankheiten.


DOPPELVERGLASUNG REICHT NICHT

Die grösste Schwachstelle punkto Lärm bilden alte Fenster. Einfach verglaste Fenster dämmen zum Beispiel lediglich um etwa 20 dB. An einer viel befahrenen Strasse kann der Lärmpegel 75 dB und mehr betragen – im Innern ist der Lärm dann immer noch 55 dB stark. Das liegt deutlich über den Empfehlungen des Bundesamts für Umwelt BAFU (siehe Infobox «Lärm und Gesundheit»). Mit modernen Schallschutzfenstern lässt sich der Lärm um bis zu 39 dB senken.

Der subjektiv wahrgenommene Lärm reduziert sich damit um 97 %. Übrigens: Fenster mit 2-fach-Isolierglas können, je nach Alter und Ausführung, den Lärm um etwa 30 bis 35 dB reduzieren. An viel befahrenen Strassen reicht diese Lärmreduktion nicht aus.

WISSEN

JEDES DEZIBEL ZÄHLT

Ab einer Lautstärke von etwa 10 Dezibel (dB) sind Geräusche hörbar, und ab etwa 120 dB sind sie so laut, dass sie im Gehör Schmerzen verursachen. Wichtig dabei ist: 120 dB sind nicht etwa 12-mal lauter als 10 dB, sondern 2000 mal! Denn Schall ist keine lineare, sondern eine logarithmische Grösse. Die Faustformel besagt, dass 10 dB Unterschied etwa als doppelte bzw. halbe Lautstärke wahrgenommen werden. Eine Geräuschquelle mit einem Schalldruckpegel von 60 dB wird also doppelt so laut wie eine mit 50 dB wahrgenommen. Und: Ein Unterschied von 10 dB belastet das Gehör um das Zehnfache.

Hier einige Beispiele für Lärmquellen:

  • Gespräch: 60 dB
  • Hauptverkehrsstrasse: 80 dB
  • Laubbläser: bis 115 dB
  • Martinshorn, 10 m entfernt: 120 dB
  • Startgeräusch Flugzeug, 40 m entfernt: 140 dB (Schmerzschwelle, Gehörschäden schon bei kurzer Einwirkung möglich)
  • Gewehrschuss: 160 dB (Gehörschäden bei einmaliger Einwirkung möglich)


AUF PRÜFZEUGNIS ACHTEN

An einem Schallschutzfenster ist der Glasaufbau meist asymmetrisch, die eingesetzten Glasscheiben haben nicht alle dieselbe Dicke. Bei den stärksten Schallschutzgläsern kommen zudem Schallschutzfolien zum Einsatz. Sie verbinden bei dieser Aufbauart zwei Glasscheiben miteinander wie beim Verbundsicherheitsglas.

Ebenso wichtig ist das Prüfzeugnis: Es muss die Werte des gesamten Fensters, also Rahmen, Flügel und Glas, umfassen und nicht nur das Glas allein. Da eine so genaue Prüfung gesetzlich nicht vorgeschrieben, muss man vor einem Fensterersatz genau hinschauen.

INFO

FÜNF FAKTOREN FÜR SCHALLSCHUTZ

Die Schalldämmungsleistung eines Fensters hängt von fünf Faktoren ab:

  • Isolierglasaufbau
  • Fugendichtigkeit, Anzahl der Dichtungsebenen im Fenster
  • Rahmen- und Flügelkonstruktion
  • Grösse des Fensters
  • Abdichtung zum Bauwerk, Anschlussfugen


Bei einem Schallschutzfenster müssen alle diese fünf Faktoren optimiert sein. Nur so dringt möglichst wenig Lärm von aussen nach innen.


FACHGERECHTE PLANUNG ERFORDERLICH

Schallschutzfenster müssen fachgerecht eingebaut sein, da es nicht nur auf das Fenster, sondern auch auf die Anschlüsse zum Mauerwerk ankommt. Zudem bilden Storen- und Rollladenkästen sowie Fensterumrandungen weitere kritische Punkte. Früher vernachlässigte man bei ihnen das Thema Schallschutz. Mit dem Einbau neuer Schallschutzfenstern müssen oft auch die Storen- und Rollladenkästen gedämmt bzw. ersetzt werden, ansonsten wird der Schall nicht im gewünschten Masse reduziert.

Es ist wichtig, für die Planung und den Einbau von Schallschutzfenstern eine Fachperson beizuziehen. Denn sind Produkte und Bauteile gut aufeinander abgestimmt, dann lässt sich ein effektiver Schallschutz auch im Rahmen einer sanften Renovation verwirklichen.

Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit mit Haus Magazin und