Foto: Fluxif (Gerry Nitsch)

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Energiekosten um das achtfache reduzieren

Aus einer älteren, kaum gedämmten Liegenschaft wurde ein ökologisches und
komfortables Heim für eine Familie – auch dank Fördergeldern aus dem Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen.

Text — Simone Hofer

 

ENERGETISCHE SANIERUNG

Von 4000 Franken pro Jahr für Erdöl auf 500 Franken für erneuerbare Energie: Seit dem Umbau und der umfassenden energetischen Sanierung im Jahr 2011 hat sich die Energierechnung der Familie Macherel um den Faktor acht reduziert. Der Freiburger Architekt hat beim Umbau seines eigenen Hauses bewiesen, dass es möglich ist, eine ältere Liegenschaft in ein energetisch hocheffizientes Gebäude zu verwandeln, in dem es sich sehr behaglich lebt.


FÖRDERGELDER FÜR SANIERUNGEN

An Wintertagen, an denen die Sonne nicht durch den Freiburger Nebel dringt und die Solarthermikanlage
nicht genügend Energie liefert, heizt ein Specksteinofen die Räume, und eine Holzpellets-Heizung sorgt zudem für Warmwasser. «Ich würde heute kaum etwas anders machen. Unser Haus ist komfortabel, es verbraucht wenig Energie und wir fühlen uns sehr wohl.» Fabrice Macherel fügt an, dass die energetisch relevanten Massnahmen – Dämmung, Solarthermie, Lüftung – sogar besser und wartungsarmer funktionieren, als er erwartet habe. Für die Sanierung erhielt die Familie Macherel finanzielle Unterstützung durch Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen.

Foto: Fluxif (Gerry Nitsch)

Viel Platz auf dem Balkon dank der Aufstockung. Die Solarthermikanlage sorgt für Warmwasser und Heizenergie.

MODERNISIERUNG DES GEBÄUDEPARKS

Das Gebäudeprogramm ist ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Klima- und Energiepolitik. Es fördert bauliche Massnahmen, die den CO2-Ausstoss und den Energieverbrauch von Liegenschaften deutlich vermindern. Das ist auch dringend nötig: In der Schweiz verursachen Gebäude rund einen Drittel der CO2-Emissionen und 40 Prozent des Energieverbrauchs. Das liegt auch am veralteten Bestand. Bei über einer Million Häuser entschwindet die Heizwärme durch die ungedämmten Wände und Fenster, wie das auch bei den Macherels vor dem Umbau der Fall war. Zudem werden drei Viertel der Gebäude noch immer fossil oder elektrisch beheizt.


LANGFRISTIGER WERTERHALT

Ressourcenschonendes Wohnen ist längst keine Vision mehr. Die Technologien für eine bessere Wärmedämmung oder für Heizsysteme, die auf erneuerbaren Energien basieren, sind erprobt und marktfähig. Während eine hohe Energieeffizienz bei Neubauten mittlerweile Standard ist, besteht bei Altbauten viel Verbesserungspotenzial. Dabei würde eine energetische Sanierung nicht nur die Umwelt schonen. Auch die Hausbesitzerinnen und -besitzer profitieren von der Modernisierung ihrer Liegenschaft, weil wie bei der Familie Macherel die Energiekosten dauerhaft sinken, der Wohnkomfort zunimmt und die Sanierung zum langfristigen Werterhalt der Liegenschaft beiträgt.

INFO

DAS GEBÄUDEPROGRAMM

Das Gebäudeprogramm ist ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Klima- und Energiepolitik. Es basiert auf Art. 34 des CO2-Gesetzes. Der Fördertopf wird gespeist aus der vom Bund erhobenen CO2 Lenkungsabgabe auf fossilen Brennstoffen sowie über kantonale Kredite. Das Gebäudeprogramm fördert bauliche Massnahmen, die den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss von Liegenschaften verbessern. Dazu zählen die Wärmedämmung der Gebäudehülle, der Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien, der Anschluss an ein Wärmenetz sowie umfassende energetische Sanierungen und Neubauten im Minergie-P Standard. Die Kantone legen individuell fest, welche Massnahmen sie zu welchen Bedingungen fördern. Mehr Informationen zum Gebäudeprogramm unter www.dasgebaeudeprogramm.ch

VERDICHTEN ALS OPTION

Bei den Macherels ging der Umbau über den reinen Werterhalt der Liegenschaft hinaus – und wies punkto
Verdichtung Pioniercharakter auf. Sie haben den Wohnraum um ein Stockwerk erweitert und im Untergeschoss eine Einliegerwohnung eingebaut. Das macht die grosse Investition auch langfristig rentabel und erleichterte die Finanzierung im Wissen, dass sich ja künftig durch die Vermietung der neuen Wohnung zusätzliche Einnahmen ergeben würden. Wie das Beispiel zeigt, kann verdichtetes Wohnen auch im Kleinen umgesetzt werden. Das bringt neben ökologischen auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile. Familien können sich so eher eigenen Wohnraum leisten und die ältere Generation hat die Chance, auch im hohen Alter noch im eigenen Haus zu wohnen.

Foto: Fluxif (Gerry Nitsch)

VORAUSSCHAUEND PLANEN

Wichtig bei jeglichen Sanierungsplänen ist eine ganzheitliche Analyse des Gebäudes und eine gute Planung. Ein sehr nützliches Planungsinstrument, das auch Architekt Macherel empfiehlt, ist der GEAK Plus (Gebäudeenergieausweis der Kantone plus Empfehlungen). Dabei analysiert ein zertifizierter Experte den energetischen Gebäudezustand und macht bis zu drei konkrete Sanierungsvorschläge. Diese berücksichtigen auch die Rahmenbedingungen wie Budget, Zeithorizont, Steueraspekte und Fördermittel. Ein GEAK Plus gibt Hausbesitzerinnen und -besitzern ein langfristiges Sanierungskonzept in die Hand und stellt sicher, dass sie zur richtigen Zeit und am richtigen Ort investieren.

Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit mit Haus Magazin und