Gartenkalender Juni

Text & Foto — Brigitt Buser

 

SCHÄDLINGE AN ROSEN

Wie schon kurz nach dem Austrieb getan, werden die Rosen auch jetzt stetig auf Schädlinge kontrolliert. Blattläuse lassen sich problemlos durch Abstreifen mit den Händen entfernen. Wer sich dazu nicht überwinden kann: Im Handel sind nützlingsschonende Insektizide erhältlich. Diese eignen sich auch für Weisse Fliegen, welche gerne an Balkonrosen anzutreffen sind oder Frostspannerarten (Raupen). Beim Rosentriebbohrer (erkenntlich an plötzlich schlaffen Triebspitzen), beim Rosenblütenstecher (an zur Seite kippenden Blüten erkennbar), der Blattrollwespe (die Blätter sind bei ihr eingerollt) oder dem Rosenwickler (der mit seinem Gespinst die Blätter verklebt), werden die befallenen Teile abgeschnitten, da Insektizide mit den von Pflanzenteilen umgebenen Eiern und Larven kaum in Kontakt kommen.

 

SCHUTZ VOR ROSENKRANKHEITEN

Damit die Rosen bis zum Herbst vor Krankheiten geschützt sind, werden sie vorbeugend gemäss Packungsbeilage mit Schachtelhalmextrakt oder konventionellen Fungiziden aus dem Handel behandelt. Schachtelhalm enthält zellwandstärkende Kieselsäure, wodurch Rosen weniger anfällig auf echten Mehltau sind. Um den Befallsdruck der Pilzkrankheit Sternrusstau zu reduzieren, helfen nur vorbeugende Behandlungen mit konventionellen Produkten aus dem Handel. Um bei mehrmals im Jahr blühenden Sorten eine weitere prachtvolle Blüte zu garantieren, erhalten die Pflanzen, vorausgesetzt sie wurden nicht mit einem Langzeitdünger versorgt, Ende Juni eine weitere Düngung mit handelsüblichem Rosendünger.

 

ZIERGEHÖLZE

Auch Hecken werden im Juni zurückgeschnitten. Hier sollte man aber zuwarten, bis eventuelle Vogelbruten abgeschlossen sind. Buchs wird laufend nach Zünslerraupen abgesucht: Falls vorhanden, müssen diese unbedingt abgelesen oder die Pflanzen mit biologischen Insektiziden aus dem Handel behandelt werden.

 

KRÄUTER

Zu dicht ausgesäter Basilikum sollte nach dem Aufgang der Saat unbedingt ausgedünnt werden, da sich sonst unter dem dichten Blätterdach, insbesondere nach Wassergaben, bald ein sehr feuchtes Mikroklima bildet, das Pilzkrankheiten begünstigt.