Gartenkalender September

Text & Foto — Brigitt Buser

 

ZIMMERPFLANZEN EINRÄUMEN UND UMTOPFEN

Wärmebedürftige Zimmerpflanzen wie Orchideen, Kentiapalme, Einblatt, Flamingoblume, Birkenfeige usw. werden spätestens Ende des Monats wieder ins Haus geholt. Falls nötig, können sie dann auch umgetopft werden. Das neue Gefäss sollte aber nicht mehr als ein- bis zwei Fingerbreit mehr im Durchmesser aufweisen. Wichtig dabei ist, dass der Topf einen guten Wasserabzug hat. Um die Gefahr
von Wurzelfäulnis zusätzlich zu verringern, füllt man vor dem Erdsubstrat eine 3 bis 5 cm dicke Schicht Blähton ein, die mit einem Vlies abgedeckt wird.

 

KOMPOSTHAUFEN ANLEGEN

Jetzt im Spätsommer beginnt das grosse Abräumen im Garten. Spätestens jetzt wird es auch Zeit, sich um das Anlegen eines Kompostes zu kümmern. Im Handel sind dazu Gitter usw. erhältlich. Eingefüllt wird trockenes Laub, weichlaubige Gartenabfälle allgemeiner Herkunft oder Triebe von Bäumen und Sträuchern, wobei hier gröberes Material vorher unbedingt geschreddert werden muss, damit es sich bald zersetzt. Ebenfalls können Küchenabfälle von Obst und Gemüse – keine Essensreste – sowie Kleintiermist in nicht zu grossen Mengen kompostiert werden. In Schichten aufgebaut, beginnt bald der Verrottungsprozess. Im Spätherbst gut durchmischt, kann der so entstandene Kompost bereits im nächsten Frühjahr gesiebt werden und als Dünger verwendet werden.

 

REDUKTION VON ÜBERWINTERNDER KIRSCHESSIGFLIEGE

Damit eine Überwinterung der Kirschessigfliege herabgesetzt werden kann, sollten bei der Ernte weder am Baum noch auf dem Boden Früchte zurückgelassen werden. Dies gilt insbesondere für Herbsthimbeeren oder helle Früchte wie Trauben, Mirabellen und Reineclauden, da diese der Schädling für die Eiablage bevorzugt.

 

HERBSTDÜNGUNG MIT KALI-MAGNESIA

Damit in diesem Jahr gewachsenen Triebe von vor allem immergrünen Gehölzen wie Kirschlorbeer, Stechpalme, Glanzmispel aber auch Lavendel und Rosmarin weniger anfällig auf Frostschäden sind, sollte man diese im September mit Kali-Magnesia (Patentkali) gemäss Packungsbeilage versorgen. Auch Rosen und andere Gehölze profitieren davon, sorgen sie doch auch hier für ein Ausreifen der Triebe. Bei immergrünen Gehölzen setzt zudem das von den Blattzellen aufgenommene Nährsalz den Gefrierpunkt des Wassers herunter, wodurch auch hier weniger Frostschäden auftreten.