Gartenkalender September

Im September stehen Arbeiten im Ziergarten an und das Fallobst muss entfernt werden.

Text & Foto — Brigitt Buser

 

HOCH- UND HÜGELBEETE

Während des ganzen Sommers sammeln sich Gartenabfälle an. Ist der Kompost übervoll und wurden Beerensträucher, Tomaten und andere, an den Wurzeln wärmeliebende Pflanzen reichlich mit Rasenschnitt gemulcht, kann man weiteres Schnittgut auch im untersten Bereich von Hoch- oder Hügelbeeten versorgen. Gröbere Äste müssen aber vorher noch gehäckselt werden. Alles gut durchmischt und
mit reichlich Erde abgedeckt, erwärmt es durch den Verrottungsprozess die oberste Schicht für die Herbstpflanzung. Bis zum Frühjahr hat sich ein Teil in hochwertigen Kompost umgewandelt. Krankes Schnittgut (Mehltau, Rost, Kohlhernie, Kraut-/Braunfäule usw.) wandert besser in die Grüngutentsorgung.

 

FALLOBST ENTFERNEN

Um die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten zu dezimieren, lohnt es sich, Fallobst regelmässig aufzusammeln und mit dem Hauskehricht zu entsorgen. In diesem finden sich nämlich häufig Larven wie die des Pflaumen- oder Apfelwicklers. Dasselbe gilt auch für Beeren. Hier ist es vor allem die Larve der Kirschessigfliege oder die Brombeergallmilbe. Von Gallmilben befallen sind Brombeeren, wenn sie nur unregelmässig reifen und daher weniger süss oder sogar ungeniessbar sind.

 

AUSSAAT UND PFLEGE VON GEMÜSE

Anfang des Monats können noch Schnittsalat, Spinat oder Radieschen gesät werden. Bis zum 20. September Nüsslisalat für die Frühlingsernte. Auch ist im September die ideale Pflanzzeit für Rhabarber, mehrjährige Kräuter und Knoblauch. Im Handel sind für die Herbstaussaat geeignete Sorten erhältlich. Beete, die nicht mehr genutzt werden, erhalten zur Bodenverbesserung und als Schutz vor Witterungseinflüssen eine Gründüngung. Bei Tomaten wird jetzt über dem sechsten Fruchtstand die Triebspitze gekappt. Dies sorgt für ein gutes Ausreifen der vorhandenen Früchte am Strauch.

 

ZIERGARTEN

Noch lassen sich zweijährige Blumen wie Bartnelke, Goldlack, Marienglockenblume, Stockmalve und Vergissmeinnicht aussähen. Ende September nimmt man die Zwiebeln von Gladiolen oder Freesien aus dem Boden. Gut abgetrocknet werden sie, in einer Kiste gefüllt mit Sand, an einem frostfreien, kühlen Ort im Haus überwintert.