Küchengeräte
Die Welt der Küchengeräte lässt die Herzen von Hobbyköchen höher schlagen. Zu den Basics wie Backofen und Herd gesellen sich heute Spezialgeräte wie Teppanyaki.
Text — Redaktion HAUSmagazin
BACKOFEN


Er ist, zusammen mit dem Herd, das Zentrum jeder Küche. Der Backofen kann heute aber mehr als nur backen. Oft wird er mit anderen Funktionen kombiniert.
Ein Backofen wird heute meist in einen Hochschrank auf Brusthöhe eingebaut. Die erhöhte „Backzone“ ist nicht nur rückenschonender bedienbar, sondern auch sicherer – gerade mit kleinen Kindern. Zusatzfunktionen wie Mikrowelle oder Steamer lassen sich heute in den Backofen integrieren – das spart Platz. Moderne Geräte verfügen ausserdem über intelligente Programme und Automatikfunktionen: So gibt man via Touchscreen das passende Rezept ein, und der Backofen wählt mit Hilfe von Sensoren selbständig Zubereitungsart, Temperatur und Dauer. So einfach war Backen noch nie.
MUST HAVES
- Verschiedene Backmethoden (Umluft, Ober-/Unterhitze, Grill)
- Vollauszug
- Selbstreinigung
- Automatikprogramme
- Wärmeschublade
- Energieeffizienzklasse mind. A+
VARIANTEN
- Kombigerät mit Steamer (Kombi-Steamer)
- Kombigerät mit Mikrowelle
- XL-Garraum
- Kompakt-Backofen für kleine Küchen oder als Ergänzung zum Kombisteamer
STEAMER


Steamer garen Lebensmittel mit Wasserdampf: eine besonders gesunde und vielseitig anwendbare Kochmethode. Der Kombi-Steamer vereint Dampfgaren und Backen – das spart Platz und ermöglicht neue Garmethoden.
Dampfgaren hat unter anderem den Vorteil, dass die wasserlöslichen Vitamine und Mineralstoffe zum grössten Teil im Gargut verbleiben. Nicht nur Nährstoffe und Eigengeschmack, auch die Farben von Karotten & Co. bleiben beim Dämpfen erhalten – ein nicht zu unterschätzender Vorteil, schliesslich isst das Auge mit. Und: Mit dem Steamer lässt sich viel mehr als nur Gemüse garen. Von der Lasagne über den Sonntagsbraten bis zum Schoggikuchen kann so ziemlich alles mit Dampf zubereitet werden. Auch Sous-vide-Garen sowie schonendes Aufwärmen sind möglich. Den Steamer gibt es als mobiles Küchengerät, als Einbaugerät oder mit dem Backofen kombiniert (Kombi-Steamer). Moderne Geräte verfügen über hilfreiche Automatikprogramme und Garsensoren. Damit wird Dampfgaren zum Kinderspiel.
MUST HAVES
- Rollauszug
- Warmhaltefunktion
- Automatikprogramme
- Energieeffizienzklasse mind. A+
VARIANTEN
- Separater Einbau-Steamer (zusätzlich zum Backofen)
- Kombi-Steamer (mit Backofen kombiniert)
KOCHFELD


In den meisten Küchen ist es das Arbeitsgerät Nummer eins: das Kochfeld. Es sind heute vor allem drei Systeme, die Pfannen zum Kochen bringen: Induktion, das Cerankochfeld und Gas.
Grundsätzlich wird zwischen Elektro- und Gaskochfeldern unterschieden. Durchgesetzt hat sich im Eigenheimbereich die Induktion. Beim Induktionskochfeld erhitzen sich die Pfannen durch elektromagnetische Wellen – die Glaskeramikplatte bleibt dabei kalt, es erhitzt sich nur die Pfanne. Sensoren erkennen, ob ein Topf auf dem Feld steht, es kann also kein Feld versehentlich aktiviert werden. Es gibt sogar Vollflächeninduktion: Hier erkennt das Kochfeld selbst, wo man einen Topf oder eine Pfanne hinstellt. Weitere Extras sind zum Beispiel Wok-Kochfelder oder der integrierte Dunstabzug. Glaskeramik- oder Cerankochfelder sind in älteren Küchen weit verbreitet, werden in neuen Küchen aber kaum noch eingebaut. Bei diesem System erhitzen sich die Felder durch Heizspiralen unter dem Glaskeramik-Fläche. Wer das traditionelle «Geköche» auf offener Flamme liebt, setzt auf Gas. Es gibt keine Vorwärm- und Abkühlzeit; die Flamme – und damit die Hitze – lässt sich stufenlos einstellen. Auch optisch überzeugt das Gaskochfeld. Dafür ist die Reinigung etwas aufwendiger als bei flachen Kochfeldern.
GAS: VORTEILE
- Keine Vorwärmzeit
- Temperatur stufenlos einstellbar
- Geringer Energieverbrauch
- Attraktive Vintage-Optik
GAS: NACHTEILE
- Pfannen können einfacher kippen als auf flachen Kochfeldern
- Höheres Verbrennungsrisiko
- Mehr Reinigungsaufwand
- Gasanschluss nötig
INDUKTION: VORTEILE
- Keine Vorwärmzeit
- Temperatur stufenlos einstellbar
- Auch grossflächige Pfannen/Grillplatten möglich
- Geringer Energieverbrauch
- Pflegeleicht
INDUKTION: NACHTEILE
- Vergleichsweise teuer
- Kochgeschirr muss ferromagnetisch sein
- Erzeugt elektromagnetisches Feld
DAMPFABZUG


Der Dunst- oder Dampfabzug sorgt für frische Luft beim Kochen. Neben den Flachschirmhauben, Wand- und Deckenlüftern erfreuen sich die im Kochfeld integrierten Tischlüfter immer grösserer Beliebtheit.
Für welche Art Dunstabzug man sich entscheidet, hängt vom Küchengrundriss, den baulichen Voraussetzungen (Abluft oder Umluft) und dem persönlichen Geschmack ab. Wer zum Beispiel über seiner Kochinsel keinen Deckenlüfter möchte, entscheidet sich für ein Kochfeld mit integriertem Tischlüfter, auch als Muldenlüfter bezeichnet. Dieser saugt den Dampf gleich dort ab, wo er entsteht. Weit verbreitet sind immer noch die im Oberschrank eingebauten, sehr dezenten Flachschirmhauben; daneben gibt es Kamin- und Inselhauben. Bei der Auswahl entscheidend sind vor allem die baulichen Gegebenheiten, die Optik und die Kochvorlieben. So braucht, wer «währschaft» kocht und viel Fett verwendet, einen besonders leistungsstarken Dunstabzug. Auch auf die Energieeffizienzklasse und den Geräuschpegel sollte man achten – schliesslich möchte man sich beim Kochen noch unterhalten können.
MUST HAVES
- Energieeffizienzklasse mind. A
- Leiser Betrieb
- Leistungsstärke (gefilterte Luft in m3/h) je nach Kochgewohnheiten
VARIANTEN
- Flachschirmhaube (in Oberschrank eingebaut)
- Kaminhaube
- Wandhaube
- Frei hängende Insellaube
- Frei hängender Flachlüfter
- Tischlüfter/Muldenlüfter
- Automatik (Dunstabzug schaltet sich mit Kochfeld an)
GESCHIRRSPÜLER


Der Geschirrspüler verbirgt sich heute so elegant hinter den Küchenfronten, dass man höchstens noch sein Bedien-Display sieht. Umso interessanter ist sein Innenleben.
In der Regel ist auf dem Geschirrspüler die Küchenfrontplatte montiert, so dass er sich optisch in die Küchenzeile einfügt. Für makellose Einheitlichkeit lässt sich ein Modell mit innen liegendem Bedien-Display wählen. Damit ist der Geschirrspüler von aussen nicht mehr von der übrigen Küchenfront zu unterscheiden. Wichtiger als sein Äusseres ist sein Innenleben: Zentrale Kaufkriterien sind beim Geschirrspüler das Fassungsvermögen, die Leistung, der Verbrauch, die Dauer der Spülprogramme und nicht zuletzt die Lautstärke. Nicht umsonst sagt man im Volksmund auch «Geschirrwaschmaschine», schliesslich sind die Anforderungen ähnlich wie bei einer Waschmaschine: Die Bedienung sollte einfach sein; ein Muss sind auch verschiedene Spülprogramme, etwa Schnell- oder Energiesparprogramme. Die Geschirrkörbe sollten sich verschieben bzw. herausnehmen lassen, damit zum Beispiel auch mal grössere Pizzateller Platz finden. Praktisch: Es gibt mittlerweile Spezialkörbe, etwa Glashalterungen für Champagnergläser.
MUST HAVES
- Energieeffizienzklasse mind. A+++
- Leiser Betrieb
- Verschiedene Geschirrkörbe
- An Haushaltsgrösse angepasstes Fassungsvermögen
VARIANTEN
- Separate Besteckschublade
- Projektion der Restlaufzeit auf Küchenboden
SPÜLE


Der Design-Aspekt wird bei Spülbecken immer wichtiger. Dabei sollte die Funktionalität nicht vergessen gehen. Denn: Kaum ein Teil der Küche wird so intensiv genutzt wie der Bereich rund um den Wasserhahn.
Hier wird Gemüse geputzt und gerüstet, gespült und abgewaschen: Die Spüle ist wohl eine der meistgenutzten Küchenapparaturen. Umso wichtiger, dass sie die täglichen Handgriffe erleichtert. Dies setzt hochwertige, robuste und natürlich hygienische Materialien voraus; sehr häufig kommt Edelstahl zum Einsatz. Doch auch die gute alte Keramikspüle – oft aus robusten Keramikwerkstoffen oder speziell beschichtet – ist wieder beliebt, vor allem in Landhausküchen. Gewisse Arbeitsplatten lassen sich fugenlos mit der Spüle kombinieren, so wirkt die Küchenfläche wie aus einem Guss (siehe Arbeitsplatten). Zudem muss die Spüle samt Armatur hoch funktional sein; wichtig ist hier vor allem die Dimensionen des Spülbeckens. Ein Backblech zu reinigen, sollte ebenso einfach sein wie das Befüllen einer grossen Pfanne oder Giesskanne.
MUST HAVES
- Genügend grosses Becken
- Abtropffläche für grosse Pfannen & Co.
- Langlebige, stossfeste und pflegeleichte Materialien
VARIANTEN
- Edelstahl gebürstet
- Keramik oder Keramikwerkstoffe
- Mineralwerkstoff (Corian)
- Kunststein (Silestone, Zodiaq)
ARMATUR


Ohne Wasser kein Leben – auch in der Küche nicht. Dennoch wird der Küchenarmatur nicht allzu viel Beachtung geschenkt; Hauptsache, es kommt Wasser aus dem Hahn. Doch eine passende Armatur kann den Alltag enorm erleichtern.
Jeden Tag wird er x-mal auf- und wieder zugedreht: der Wasserhahn. So selbstverständlich es ist, dass Wasser aus den Leitungen fliesst, so einfach scheint der Job des Wasserhahns zu sein: kaltes oder warmes Wasser rauslassen, fertig. Doch will auch die Küchenarmatur klug gewählt sein – das merkt man spätestens dann, wenn eine sperrige Vase in der Spüle steht.
Die Küchenarmatur sollte vor allem eins sein: beweglich. So erleichtert beispielsweise eine herausziehbare Schlauchbrause das Befüllen von grossen Pfannen. Praktisch sind auch Sensor-Armaturen am vorderen Rand der Spüle, die auf eine leichte Berührung reagieren. So kann man zum Beispiel nach dem Teigkneten per Unterarm den Wasserhahn anstellen. Küchenarmaturen werden besonders intensiv genutzt und bestehen deshalb meistens aus Edelstahl.
MUST HAVES
- Einhebelmischer für bequemes Einstellen der Temperatur
- Schwenkbarer Hahn
- Langlebiges, pflegeleichtes Material
VARIANTEN
- Kochwasseranschluss
- Ausziehbare Schlauchbrause
- Sensor-Armatur
- Filter/Kühlung für Trinkwasser
- Sprudel
KÜHLSCHRANK UND GEFRIERER


Kühlgeräte sind 24/7 im Einsatz. Energieeffiziente Modelle sind deshalb bei Kühl- und Gefrierschränken erste Wahl. Moderne Kühlschränke halten ausserdem praktische Features bereit.
Viel Platz, wenig Energieverbrauch: Das sind, kurz gesagt, die Hauptanforderungen an Kühl- und Gefriergeräte. Doch ist grösser immer besser? Nein, denn ein chronisch «unterfüllter» Kühl- oder Gefrierschrank verbraucht mehr Energie als nötig. Deshalb dürften amerikanische «Flügeltür-Kühlschränke» für die meisten Haushalten überdimensioniert sein. Hochwertige Kühlschränke haben meist praktische Features wie etwa eine Zone speziell für Früchte und Gemüse. Fast wichtiger ist aber eine praktische Aufteilung des Kühlschrankinnern: So sollten die Glasplatten einfach auszieh- und herausnehmbar sein, damit man auch einmal grosses Kühlgut versorgen kann. Viele Kühlschränke sind mit einem Gefriergerät kombiniert. Doch wer zum Beispiel viel auf Vorrat kocht und einfriert, stösst mit drei Gefrierschrank-Schubladen schnell an seine Grenzen. In diesem Fall bietet sich ein separater Freezer für Keller oder Küche an. Besonders viel Platz bieten Gefriertruhen. Praktisch: Verfügen Kühl- und Gefrierschrank über unabhängige Kältekreisläufe, kann der Kühlschrank während der Ferien ausgeschaltet werden.
MUST HAVES
- Energieeffizienzklasse mind. A+++
- Abtau-Automatik
- No-Frost
- Hochwertige Scharniere
- Verschiedene Ablagen und Boxen
- Herausnehmbare/flexible Glasplatten
- Biofresh-Zone (Nullgrad-Zone)
VARIANTEN
- Extra-Funktionen wie Schnellkühlen/-gefrieren
- Frischefächer für verschiedene Lebensmittel (erhöht die Haltbarkeit)
- Eiswürfel- und Trinkwasserspender
- Display bzw. Flatscreen mit Einstellungen und Informationen
SPEZIALGERÄTE


Wer leidenschaftlich gern kocht, hat vielleicht das eine oder andere Extra auf dem Wunschzettel: Spezielle Geräte aus der Gastronomie begeistern auch Hobbyköche.
Bei den Profis abschauen, lohnt sich auch in der Küche. Denn neue Kochmethoden und -geräte stammen in der Regel aus den Sterneküchen – und landen irgendwann in den Privatküchen von Gourmets. Immer beliebter ist zum Beispiel die Vakuumierschublade: Hier lässt sich vakuumieren und marinieren, um anschliessend im Steamer mit der Sous-Vide-Methode zu garen. Sous-Vide, das Dampfgaren unter Vakuum, bewahrt Geschmack und Nährstoffe und erzielt besondere Aromen. Weitere Spezialfeatures sind Teppanyaki- und Wok-Einsätze für Induktion. Zu den Einbau-Spezialgeräten gehören schliesslich die Kaffeestation und, wenn ein weintauglicher Keller fehlt, der kompakte Weinschrank.
AUF EINEN BLICK
- Vakuumierschublade
- Teppanyaki oder Wok für Induktion
- Kaffeestation / Coffee Station
- Weinschrank
- Wärmeschublade
KÜCHENBELEUCHTUNG


Vorbei die Zeiten, als Küchenbeleuchtung vor allem eins war: grell. Gerade in offenen Küchen, die vom Wohnbereich aus einsehbar sind, darf es auch ein bisschen stimmungsvoll sein.
In der Küche muss die Beleuchtung einiges leisten: den Arbeitsbereich möglichst ohne Schattenwurf und farbecht ausleuchten, den Raum gleichmässig ausleuchten, aber auch eine angenehme Stimmung schaffen. Helles, blendfleies Arbeitslicht wird überall benötigt, wo man arbeitet: also bei den Arbeitsflächen, dem Herd und der Spüle. Besonders praktisch sind hier Unterbauleuchten. Sie sind an die untere Seite der Oberschränke montiert. Der Vorteil: Das Licht kommt von vorne ohne Schattenwurf. Für die allgemeine Ausleuchtung der Küche eignen sich Einbauspots oder Schienen mit mehreren Spots – idealerweise dimmbar. Auch eine Schrankbeleuchtung – bei Glasfronten innen, bei nicht transparenten Fronten aussen montiert – erzeugt eine schöne Stimmung und hilft erst noch, den Inhalt der Schränke besser zu erkennen. LED-Stripes lassen sich an der Unterseite von Kanten anbringen und setzen schöne Lichteffekte. A propos LED: Die energieeffizienten, langlebigen Leuchtioden sollten bei jeder Beleuchtung erste Wahl sein.
AUF EINEN BLICK
- Unterbauleuchten für die Arbeitsfläche
- Raumlicht/Deckenlicht für die allgemeine Ausleuchtung
- LED-Stripes/-Leisten für Effektbeleuchtung